LEGISLATIVE NEWS | Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung

AUTOR: Antonio Luis Rodríguez & Sandra Burmann

FECHA: 15.03.2019

Am 12. März 2019 wurde in Spanien das Königliche Gesetzesdekret 8/2019 vom 8. März, über dringende Maßnahmen des Sozialschutzes und zur Bekämpfung der Prekarität der Arbeitszeiten (Real Decreto-ley 8/2019, de 08 de marzo, de medidas urgentes de protección social y de lucha contra la precariedad laboral en la jornada de trabajo) veröffentlicht. 

Dieses Gesetzesdekret führt die Verpflichtung der Unternehmen ein, täglich die Arbeitszeiten aller Mitarbeiter zu erfassen. Dabei müssen der Beginn und das Ende der täglichen Arbeitszeit jedes Mitarbeiters registriert werden. 

Die Vorschrift gibt nicht vor, in welcher Form diese Arbeitszeiterfassung zu erfolgen hat, so dass jedes System geeignet ist, anhand dessen in beweiskräftiger Form die Arbeitszeiten festgehalten werden.

Die Unternehmen werden verpflichtet, die Aufzeichnungen der Arbeitszeiten während eines Zeitraums von vier Jahren aufzubewahren. Dies ist u.a. relevant im Fall einer Arbeitsinspektion, bei der die Existenz und korrekte Führung des Zeiterfassungssystems überprüft werden können. 

Die Nichtbeachtung der dargestellten Verpflichtungen wird als schwerer Verstoss eingestuft, der mit einer Sanktion von 626,00 € bis 6.250,00 € geahndet werden kann. 

Die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung wird zwei Monate nach Veröffentlichung des Gesetzesdekretes in Kraft treten, d.h. am 12. Mai 2019.